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Liebes Weihnachten...

am 24. Dezember ist es so weit und du klopfst an die Tür. Reinlassen tun wir dich erst am 25., solange musst du dann doch noch ausharren, aber sieh es positiv: Dadurch bekommst du wenig mit von dem ganzen Trubel, der an Heiligabend herrscht. Familien, die sich nicht aushalten können, harren gemeinsam aus und warten darauf, sich wieder voneinander trennen zu können. Kinder, denen es nur ums Geld geht, sind unzufrieden, dass sie keine Playstation, kein neues Handy oder sonst etwas bekommen haben. Überall wird auf heile Welt gespielt in der Hoffnung, das man sich nicht streiten werde. Dabei ist das alles bedrückender als ein ordentlicher Streit.

Herrje, ich möchte keinem Weihnachten schlechtreden. Für einige gibt es tatsächlich noch Besinnlichkeit, Ruhe und Frieden. Für alle anderen, die im Stress untergehen und gar nicht mehr die schönen Dinge sehen, wünsche ich mir eigentlich, dass Weihnachten abgeschafft wird. Was soll man auch damit, wenn es völlig im Kaufrausch untergeht: Wer hat das teuerste Geschenk, wo gibts Luxus im Sonderangebot?

Na danke.

Eigentlich wollte ich heute Plätzchen backen. Bei dem Gedanken daran, das in Anwesenheit meiner Mutter zu machen, die mich angehalten hat, ja nur eine Sorte und von der bloß nicht zu viel zu backen, hatte ich dann allerdings doch keine Lust mehr. Da lerne ich doch lieber Mathe!

Gut, das Plätzchen backen habe ich auf morgen verschoben, da habe ich mehr oder weniger sturmfreie Bude. Und der Weihnachtsmarkt? Gut, dass der dieses Jahr auch ausfällt. Noch einmal krank werden und mich zu Tode langweilen, zwischen Fressbuden und Glühweinständen zu wandern und mich von andern Menschen erdrücken zu lassen muss ich echt nicht. Klar, ein Weihnachtsmarkt kann wirklich schön sein, aber mal ehrlich, viel kaufen tut man dort ja doch nicht. Da alles nur überteuert ist und selten dem Geschmack entspricht...

Bleiben noch die wunderschönen Tannenbäume. Hachja, jedes Jahr derselbe Terror: Wer schmückt den Baum, wer macht den Dreck hinterher weg. Zum Glück gibt es Kunststoff, dadurch entfällt wenigstens der leidige Geruch und das wegkehren der Nadeln. Herzlichen Glückwunsch, es lebe die schöne neue Welt. Pinke Tannenbaumkugeln, schwarze Engel in Rockermontur, Lametta und bunte Lichter überall. Nein danke?!

Scharf darauf, durch die Innenstadt zu wandern und all den Kaufrauschsüchtigen zu begegnen bin ich leider auch nicht, weshalb es mir wohl nicht sehr leicht fallen dürfte, mir die nötigen Schullektüren zu besorgen. Super, ganz große Klasse.

Es bleibt noch die schöne Tradition des Adventskalenders. Schokolade, jeden Tag ein neues Türchen(oder Söckchen oder was auch immer). Sicherlich ein Spaß. Wäre es ein selbstgemachter Kalender, der nicht auf dieses leidige Fest hinauslaufen würde...

Ganz vergessen: Im Radio läuft gerade zum abermilliardsten Mal Last Christmas. Hab ich schon gesagt, dass ich es nicht mehr hören kann? Und diese blöden Filme im Fernsehen gehen mir auch allmählich ordentich auf den Keks.

Liebes Weihnachten, wenn du einen Tag nach Heiligabend ins Haus eintrittst, sei also bitte darauf gefasst, dass ich nicht unbedingt bester Laune bin. Vielleicht bleibst du auch besser gleich ganz draußen, irgendjemand Anderes beschert dir sicherlich ein schöneres Fest.

Für heute jedenfalls ist meine Vorfreude auf das heilige Fest gleich Null. Mal sehen, ob sich das in den nächsten Tagen noch ändert.

In diesem Sinne: Hallelujah!

2.12.11 16:06


Hamburg hinter uns

"Dieser Winter hier ist schwierig zu ertragen, die grauen Straßen an diesen sonnenleeren Tagen..."

Besser könnte ich es auch nicht formulieren. Was tut man, wenn einem der graue Alltag zu viel wird? Eine Patentlösung habe ich leider noch nicht gefunden. Vielleicht gibt es gar keine.

Fest steht, dass dieser Winter wie so viele zuvor schon für meinen Geschmack zu grau ist. Entweder Schnee oder Sonne, aber diese Pampe dort oben am Himmel ist schrecklich! Winterdepressionen ahoi!

"Ich will nicht warten, bis es aufhört zu regnen, ich will hier raus zurück nach Californien..."

Mag gut sein, dass ich noch nie in Californien war, aber hey, dort ist es sonnig, warm, fast das ganze Jahr lang. Gut, momentan toben dort ein paar Stürme, die das Leben auch nicht wirklich schöner machen, aber so rein von der Theorie her ist es dort jetzt schöner als hier.

 

Ja, es macht Spaß, sich auf diese Weise alles schön zu reden. Beziehungsweise schlecht, denn so wie ich es gerade schildere, ist ja alles andere gut nur nicht das, was ich hier habe. Scheint so, als habe ich bereits eine ausgemachte Winterdepression. Wie schön!

Doch es gibt Anlass zur Freude: Ich bin eigentlich recht guter Dinge was das restliche Wochenende anbelangt. Wenn es nicht schön ist, muss man es sich eben schön machen.

Und damit höre ich für heute auch auf. Kleiner Tipp noch: Die Songzeilen oben stammen aus dem Lied "Hamburg hinter uns" von Revolverheld. Kann ich nur empfehlen. Und nun: Adieu ;-)

3.12.11 18:44


Spaß ist...

 

 ...einfach mal loslassen. Vergessen wir Epikur, vergessen wir die Stoiker, leben wir einfach unsere Lüste. Wenn das bedeutet, bei fast 0°C auf einem vermatschten Platz in der Dunkelheit zu stehen und Bilder von Freunden zu machen, die gleichfalls ihre Lüste leben und ein bisschen mit Feuer spielen, dann soll das wohl so sein. Sollte danach eine Erkältung oder gar eine Grippe folgen, stellt sich nur die Frage, obe s das auch wert war. In meinem Fall kommt hier ein ganz klares JA!

Heißt das nun, nichts mehr tun? Ganz sicher nicht. Es heißt einzig und allein, nicht immer alles tun. Manchmal muss man schließlich auch mal abschalten und loslassen, um hinterher wieder richtig durchzustarten. Wer das allerdings immer tut, wird nie mehr in Fahrt kommen. Darum werde ich mich jetzt auch wieder den Dingen widmen, die ich für dieses Shooting habe sausen lassen.

18.12.11 16:55


Fernweh

Wenn man trotz all dem schlimmen Fernweh
von da draußen leider gar nix weiß...

Ein Funken kann ausreichen, um das größte Feuer zu entzünden. Manchmal ist es schon allein die Tatsache, mehr als zwei Wochen Zeit zu haben. Dann werden gerne mal Ersparnisse ausgeschöpft und Hals über Kopf in die weite Welt hinausgerannt. Soll ich mich dafür schämen?

Es gibt viele Gründe, nun nicht den Kopf zu verlieren und rational zu handeln. Wer weiß, was mir die Zukunft noch bringt, sollte ich da nicht einen Notgroschen beiseite legen? Aber  wie viel ist ein Notgroschen und wann brauche ich ihn? Wenn die Wirtschaftskrise so weitergeht, ist mein Geld später überhaupt noch so viel wert? Überwiegen da nicht schon längst die Erfahrungen, die ich im Ausland machen kann?

Fragen über Fragen. Als kenne jemand die Antwort. Ich werde es wohl niemals erfahren, was wäre wenn... Doch sollte es ein Fehler gewesen sein, dass ich meinem Fernweh nachgegeben habe, dann werde ich das erfahren. Bis dahin gilt es: Nicht drüber nachdenken. Jetzt ist es sowieso zu spät.

Fernweh. Das bringt nicht nur die Frage nach dem wie und wann, nach dem wo und mit wem. Es bringt auch die Frage, wen man zurücklässt und was man verpasst. Ob hier oder dort, die Erde dreht sich weiter, auch ohne mich werden Dinge geschehen, die meine Freunde erleben. Zu gehen bedeutet, etwas zurücklassen.  Zu gehen bedeutet, keinen Einfluss mehr nehmen. Vielleicht bedeutet es auch, sich ein Stück zu entfremden. Schließlich wird man sich durch die neuen Erfahrungen selbst verändern, aber auch seine Freunde und Familie mit ihren Erfahren alleine lassen.

Es ist nicht leicht, die Tür hinter sich zu schließen und den Schlüssel zurückzulassen. Es kann Erleichterung und Freude bedeuten. Abenteuer, Spaß, Erfahrung. Es kann aber auch eine Last sein, qualvoll und schwer, traurig, einsam. Fest steht, dass es anders ist.

Ich für meinen Teil habe mich bereits entschieden. Anders sein heißt für mich auch, den Horizont zu erweitern. Gleich einem Faust strebe ich genau danach, denn wie er habe ich noch nicht die Liebe gefunden, die Seelenruhe, die mich an einem Ort hält und mir den Frieden gibt, den ich suche. So bedeutet jede neue Erfahrung ein neues Abenteuer, ein bisschen Leben, dass mir keiner mehr nehmen kann.

Also Daumen hoch und volle Fahrt voraus!

29.12.11 01:10


Das Jahr geht zu Ende...

Wieder einmal neigt sich ein Jahr seinem Ende entgegen. Machtlos muss es zusehen, wie wir in Euphorie geraten, Pläne schmieden, uns gegenseitig das Beste fürs kommende Jahr wünschen, das bald schon an die Stelle des alten treten mag. So wie jedes Jahr. Wir wünschen uns das Beste und schauen in die Zukunft mit Hoffnung im Herzen und dem Wunsch, das alles besser wird.

Ich frage mich: Warum so pessimistisch? War denn alles schlecht dieses Jahr? Haben wir keine Glücksmomente gehabt?

Doch, sicherlich hatten wir die. Sonst würden wir wohl nicht mit einem weinenden Auge zurückschauen, wehmütig der alten Zeiten gedenken. Früher, da war immer alles besser.

Die menschlichen Erinnerungen sind seltsam. Zum einen behalten sie nur die schlechten Dinge. Wenn man einen fragt, wie sein Jahr war und was er alles erlebt hat, kann er oft nur tragische Geschichten erzählen, Trauermomente. Einzelne Daten wie Hochzeiten, Geburtstage und Ehrungen leuchten dann wie Kerzen in der Dunkelheit, als seien sie das einzig positive, was wir erlebt haben.

Wer erinnert sich noch an das Lächeln der alten Frau, als er ihr beim Tragen der Einkaufstasche geholfen hat? An das Lob des Lehrers, der seinen Schülern die gute Mitarbeit anerkennt? Die Freude in den Augen des Kindes, dass dankbar die Tafel Schokolade annimmt?

Selten wird dies genannt, wenn man zurückblickt. Erst, wenn ein frecher Kommentar kommt, dass man selbst immer sage, früher war alles so schlecht, werden diese Erinnerungen ausgegraben. Ja, wir erinnern uns. Natürlich, so hat es die Natur schließlich gewollt.

Dennoch erinnern wir uns immer erst im Nachhinein. Erst, wenn man sich fragt: "War denn alles so schlecht?" wird man nachdenklich und sucht die guten Dinge im Leben.

Bin ich naiv, mir zu wünschen, dass sich das ändert? Vielleicht bin ich das. Und doch gibt dieser Wunsch Hoffnung. Irgendwer dort draußen wird genauso denken. Möglicherweise treffe ich ihn nächstes Jahr. Dann können wir uns gemeinsam erinnern. Nicht an die Zeit vorher, bevor wir uns trafen, sondern an den Moment unserer ersten Begegnung. Es war nicht alles schlecht!

 

Das Jahr geht zu Ende. Und mit ihm kommt ein Neues. Gute und schlechte Erinnerungen sind nicht alles, was wir brauchen. Es gehört auch Hoffnung dazu. Ein Funken, der das Feuer wieder zum Brennen bringt.

Dieser Funke kann unterschiedlicher Natur sein. Für manche reicht es, wieder eine größere Anzahl an Urlaubstagen zu haben, die man nach Belieben über das ganze Jahr verteilen kann. Andere erfreuen sich der Reisen, die sie unternehmen werden. Wieder andere schauen auf ihr Konto und sehen mit Genugtuung die Zinsen, die am ersten Januar eingezahlt werden.

Neujahr, das ist für viele der Startschuss, sich Vorsätze zu machen. Im nächsten Jahr wird alles besser. Wird es das? Man weiß es nicht und doch will man alles dafür geben. Mit dem Rauchen aufhören, keinen Alkohol mehr trinken, mehr lernen, ...

Vorsätze gibt es jede Menge. Ein wunder, dass Langenscheidt noch nicht das Wörterbuch der Vorsätze herausgebracht hat.

Auch ich werde mir einiges fürs kommende Jahr vornehmen. Ohne geht ja gar nicht. Doch all diese Vorsätze sind für die Zukunft, das Morgen. Was eigentlich zählt ist das Heute, denn das ist das Ergebnis unserer Taten in der Vergangenheit und der Schlüssel zu neuen Wegen in der Zukunft. Und so will ich mir vor allem eines vornehmen: Weiterhin im Hier und Jetzt leben. Wer garantiert mir schon eine Zukunft? Dafür muss ich ganz alleine sorgen...

31.12.11 01:57





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